Nachhaltigkeit

Nachhaltig wirtschaften

Nachhaltigkeit ist ein zentrales Thema bei CABB in der täglichen Arbeit. Dabei geht es nicht nur um Senkung des Energieverbrauchs, Reduktion von Treibhausemissionen oder nachwachsende Rohstoffe. Auch der Umgang mit unseren Mitarbeitern, die Vermeidung von Unfällen und die Förderung und Weiterbildung der Beschäftigten gehört zu diesem Thema.

Wertschöpfend

Als produzierendes Unternehmen liegt der Schwerpunkt in dem energie- und umweltschonenden Umgang mit den Ressourcen. Dazu trägt wesentlich unser Verbundsystem bei, das Ressourcen und Energie spart, Emissionen und Abfallströme vermindert und Logistikkosten senkt. Nebenprodukte werden hier zu wertvollen Rohstoffen für andere Produkte. Wärme, die an einer Stelle der Produktion erzeugt wird, kann an anderer Stelle wieder eingesetzt werden.

Grüne Chemie

Nachhaltigkeit in der chemischen Industrie bedeutet mehr als nur biobasierte und nachwachsende Rohstoffe. Vielmehr vereint es wirtschaftlichen Erfolg, Umweltschutz und soziale Verantwortung. Um zu definieren, was unter "Grüner Chemie" zu verstehen ist, hat die Amerikanische Chemische Gesellschaft (ACS) die "12 Grundprinzipien von Grüner Chemie" verfasst. 

Diese beinhalten unter anderem die Vermeidung von Abfall, Atomeffizienz, Energieeffizienz, Verringerung von Lösungsmittelmengen, Vermeidung von Unfällen sowie die Inprozess-Analytik. CABB leistet dazu einen wesentlichen Beitrag, wie die nachfolgenden Fallbeispiele zeigen. Darüber hinaus ist die kontinuierliche Produkt- und Prozessoptimierung Bestandteil unseres Integrierten Management Systems und damit unserer allgemeinen Geschäftsprozesse. 

Unterschiedliche Paramter sind in Gebrauch um Fertigungsprozesse zu messen und zu vergleichen. Die gebräuchlichsten Parameter sind die Process Mass Intensity (PMI) sowie der E-Faktor (Environmental factor). Der PMI bestimmt die Effizienz vom Materialeinsatz, indem die eingesetzten Mengen an Rohstoffen und Lösungsmitteln mit der Menge an entstandenem Produkt ins Verhältnis gesetzt werden. Der E-Faktor setzt die gebildete Gesamtmenge an Abfällen ins Verhältnis zur Menge an gebildetem Produkt. 

Kontinuierliche Prozesse werden als Schlüsselfaktoren für "grüne" Herstellprozesse in der chemischen Industrie angesehen. Generell kann man bei kontinuierlichen Prozessen von einer höheren Wirtschaftlichkeit im Vergleich zu diskontinuierlichen Prozessen ausgehen. Das liegt an den höheren Reaktionsraten, besseren Ausbeuten, besserem Wärmemanagement und höheren Selektivitäten. Ein zusätzlicher, wichtiger Aspekt ist die Sicherheit: generell sind Reaktionsvolumina kleiner, Wärmeübertragungen verlaufen schneller und die Reaktion verläuft unter stationären Bedingungen im Gegensatz zu diskontinuierlichen Prozessen, in denen Druck und Temperatur jeweils zwischen Ausgangsbedingungen und Reaktionsbedingungen wechseln. CABB besitzt langjährige Erfahrung in der Auslegung sowie im Betrieb von kontinuierlichen Prozessen.

 

Fallbeispiel: Chlorierung

Chlorierungen werden in der Feinchemie generell mit Thionylchlorid als Reagenz durchgeführt. Dieses Chlorierungsreagenz ist transportabel und relativ einfach zu handhaben. Während der Chlorierungsreaktion entstehen Chlorwasserstoffgas und Schwefeldioxid als Abgase. In den meisten Fällen werden diese Abgase über einen basischen Wäscher absorbiert. Grosse Mengen an Lauge werden dann zur Neutralisation benötigt und grosse Mengen salzhaltiges Abwasser somit produziert.

CABB führt Chlorierungen in Teilen des Verbund- und Recyclingsystems durch. Thionylchlorid (und auch Sulfurylchlorid als weiteres Chlorierungsreagenz) werden am Standort produziert und vom Vorratstank über ein Rohrleitungssystem direkt in den entsprechenden Reaktor gepumpt. Die entstehenden Abgase Chlorwasserstoff und Schwefeldioxid werden getrennt und aufgereinigt. Chlorwasserstoff wird in Wasser absorbiert und zu Salzsäure umgewandelt. Das Schwefeldioxid wird aufoxidiert zu Schwefeltrioxid, das wiederum das Ausgangsprodukt für Thionylchlorid darstellt.